Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

20.12.2017

Auf den Flügeln ds Gesangs

Das Weihnachtsoratorium mit den Windsbachern in der Friendeskirche Nürnberg
„(...) Unter den zielsicher gestaltenden den Händen von Chorchef Martin Lehmann sorgte die Akademie (für alte Musik Berlin) für einen farbenreichen, zwischen historischen Streichen, Oboen und Trompeten klug ausbalancierten und in Tempi und Rhythmus steht beweglichen Instrumentalklang. So wie es dieser meisterhaften Synthese aus Oratorium, protestantischem Kirchenlied und biblischer Weihnachtsgeschichte würdig ist. Diese Interpretation des „Weihnachtsoratoriums“ gehört zu den qualitativ hochwertigsten unserer Tage.(...) Die vokalen Fähigkeiten und Intonationsfinessen, die Bach vom Chor verlangt, sitzen bei den Windsbachern unter der inzwischen über fünfjährigen künstlerischen Leitung von Martin Lehmann so sicher wie ein maßgeschneiderter Anzug. Der sich aus der Basis der individuellen Stimmlinien aufbauende und aufblühende Jubelklang des Eingangschores „Jauchzet, frohlocket“ und die Turba-Chöre wie beim „Ehre sei Gott in der Höhe“ reißen mit. Die lyrisch feingewobene Schlichtheit etwa in Choral „Wie soll ich dich empfangen“ bewegt ebenso wie die herausragende Pianokultur der rund 80 Stimmen starken Knaben. (...)“ Thomas Heinold, 20.12.2017, Nürnberger Zeitung
19.12.2017

Entschleunigte Schlichtheit

Der Windsbacher Knabenchor singt Bach im Prinzregententheater München
„(...) Mit allen Wassern der historischen Aufführungspraxis gewaschen, setzt er (Lehmann) doch auf entschleunigte, jedenfalls entspannte Tempi, wie man sie aus dieser Ecke sonst eher selten hört.(...) Dass Lehmann nicht hetzt, hat wohl auch mit der Wichtigkeit zu tun, die er in bester protestantischer Tradition der Textausdeutung bemisst. Bei den Windsbachern versteht man jedes Wort, was schlicht auch mit ihrer Präzision zusammenhängt. Trotz großer Besetzung zeichnet der Chor die Linien wie mit einem Silberstift, fugierte Passagen erklingen mit maximaler Durchsichtigkeit. Der Tenorsolist Patrick Gral zeigt, dass er als ehemaliger Thomaner aus der selben Tradition kommt: Er beeindruckt vor allem durch die Natürlichkeit, mit der er den rezitierten Evangelistenpassagen erzählerischen Fluss verleiht. Das Gegenstück an Sinnlichkeit bietet die Mezzosopranistin Rebecca Martin, in dem sie „den Schönsten, den Liebsten“ tatsächlich als innig Geliebten annimmt.(...)“ Michael Stallknecht, 19.12.2017, Süddeutsche Zeitung
18.12.2017

Mit Überschwang und Leichtigkeit

Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Windsbacher Knabenchor in Ansbach
„(...)Höher, schneller, weiter! Diesem Trend zur Ungeduld in der historischen Aufführungspraxis setzten sich Martin Lehmann und seine Windsbacher zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin geradezu bewusst entgegen. Gleich zu Beginn strahlte der Eröffnungschor „Jauchzet, frohlocket“ trotz jugendfrischem Überschwang eine magisch strömende Sanftheit aus. (..) Wie immer präsentierten sich die Sängerknaben nicht nur einfach als ein phantastisches, wohltimbriertes Vokalkollektiv mit gut ausgebildeten Sängern, sondern auch als ein gewachsenes Ensemble, das durch harte Arbeit, professionelle Betreuung und unbändige Sangesfreude seine Klasse unter Beweis stellt. (...) Ihre (AKAMUS) Zusammenarbeit mi den Windsbachern und Matin Lehmann schaffte es, den Eindruck von entspannter Leichtigkeit und Noblesse zu erwecken. Hier trafen Gleichgesinnte aufeinander, für die als oberstes Gebot bei aller Werkstreue gegenseitiges Zuhören und Inspirieren galt. (...)“ Marion Etienne, 18.12.17, Fränkische Landeszeitung

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