Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

22.12.2015

Subtile Details und ein alles überwölbender Bogen

Windsbacher Knabenchor: Die zweite Hälte von Bachs Weihnachtsoratorium in Ansbach
„(...) Seine (Lehmanns) Kunst, die immensen (...) Qualitäten des Chores und die der anderen Akteure zu bündeln, um wie unter einer Lupe den Sinngehalt des Textes wahrnehmbar werden zu lassen, hatte man wie in einer Nussschale komprimiert schon gleich zu Anfang der vierten Kantate (...), in dem Rezitativ „O Immanuel, o süßes Wort“. (...) Bemerkenswerte Details gab es in Hülle und Fülle. Selbst eine Zäsur, eine kurze Stille im Terzett, das Lehmann wie einen aufgewühlten Disput begriff, war vielsagend gesetzt. (...) Über all diese Details wölbte Martin Lehmann mit seinem Chor einen großen Bogen. Er spannte sich von Demut bis hin zu strahlender Glaubensgewissheit. Wie konzentriert das den Windsbachern gelang war bewundernswert.(...)“ Thomas Wirth, Fränkische Landeszeitung, 21.12.2015
18.12.2015

Lob und Dank

Weihnachtsoratorium im Herkulessaal München
"(...) Wohl kaum einem Chor gelingt beispielsweise der überschäumend vitale, rhythmisch prägnante Eingangschor der schlichten fünften Kantate ("Ehre sei dir, Gott, gesungen") so frisch und hell, so leuchtend leicht, ja tanzend, wie den Windsbacher Knaben und (sehr) jungen Männern. Wenn im schönsten Piano-Pianissimo "Ich steh an deiner Krippen hier" (in Teil sechs) fast unhörbar gehaucht wird und dabei doch jedes Wort verständlich ist, dann erweisen sich die Windsbacher wieder einmal als einer der weltbesten Knabenchöre. Auch die übrigen Chöre und Choräle sind bis in die hintersten Winkel, was Dynamik, Agogik und Artikulation angeht, ausgeleuchtet und klingen doch immer spontan. Denn jede Stimmgruppe ist in sich so homogen ausbalanciert und zugleich so fein ausdrucksvoll, dass es schlicht begeistert.(...)"  Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung, 16.12.2015

10.12.2015

Lupenreine Intonation:

Adventskonzert des Rheingau Musik Festivals mit dem Windsbacher Knabenchor und dem Modern Slide Quartett 
"(...) Im Advents-Kyrie von Günther Raphael (1903-1960) bereiteten die Männerstimmen im äußersten Pianissimo den Klanggrund für die beiden (im Programmheft nicht genannten) Solisten, Sebastian Posen (Sopran) und Michael Robinson, durch dessen jugendlichen Tenor noch der Glanz der Knabenstimme schimmert. Die vier Posaunisten des Modern Slide Quartett sorgten mit klassischem Posaunenchorsound, perkussionsähnlicher Tongebung (Susato, Pavane battalie) und sehr sauber ausgehörten erweiterten Harmonien (Poulenc, Prières; Pierre Max Dubois, Quatuor) dafür, dass die Jungen auch einmal eine Sitzpause bekamen: Schon rein körperlich leisteten sie viel für die lupenreine Intonation der bis zu achtstimmigen a-cappella-Sätze, wie „Lux aurumque“ von Eric Whitacre oder Max Regers meisterliches Kontrapunkt-Geflecht in „Unser lieben Frauen Traum.(...)"
Doris Kösterke, Wiesbadener Kurier, 9.12.2015

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