Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

26.05.2014

Rauschhafte venezianische Mehrchörigkeit

Verheißungsvoller Auftakt der 63. Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Windsbacher entdecken Staden

"(...)Wer die luzide Polyphonie eines Heinrich Schütz mag, wird Johann Stadens Musik lieben. Hier kontrastieren gregorianische Antiphonen mit ebenso klangvollen wie plastisch textbezogenen "Magnificat" und Psalmvertonungen. Fromme, aber niemals frömmelde Chorsätze, die vom Windsbacher Knabenchor in Idealbalance zwischen inhaltsdienlicher Sprachverständlichkeit und vokaler Strahlkraft gesungen werden. Dies ist ebenso partiturgetreu wie emotional, zumal Martin Lehmann zügig Tempi anschlägt, ohne in historisches "Nähmaschinengeratter" zu verfallen.(...) Die Solisten (...) fügen sich nicht nur nahtlos in Lehmanns Interpretationsansatz eines unspektakulären, stets werkbezogenen Musizierens ein, sondern tragen auch entscheidend das umgesetzte Raum-Klangkonzept mit.(...). So wird die virtuelle Reise nach "Venedig in Nürnberg" (...) zu einem ebenso instruktiven wie Laune machenden Lehrstück darüber, wie Klänge auch mental funktionieren können.(...)" Hans von Draminski und Jens Voskamp, Nürnberger Nachrichten, 26.05.2014
19.12.2013

Jubilierende Engelschar

J. S. Bach: "Weihnachtsoratorium" Meistersingerhalle Nürnberg

"(...) Martin Lehmann hat eindeutig ein kontemplativeres Verständnis von der Wiedergabe der musikalischen Christgeburt nach Erzkantor Bach als sein Vorgänger. Karl-Friedrich Beringer hätte sich eine Choralphrase wie "voller Freud" nicht entgehen lassen, um hier noch einen dramatisch wirkungsvollen Moment zu erzeugen. Lehmann pflegt dagegen auffällig die Piano- und Pianissimokultur  mit seinen engagierten Sängern, von denen die meisten sogar auswendig agierten.(...) Ob Legatobögen oder Koloraturgefällstrecken, ob inniger Choral oder Engeljubel - alles geriet in hoher Intensität.(...)" Jens Voskamp, Nürnberger Nachrichten, 19.12.2013
19.12.2013

Aus feiner Zeichnung erwächst ein leuchtendes Bild

J. S. Bach: "Weihnachtsoratorium" Meistersingerhalle Nürnberg

"(...) Schon beim Eingangschor "Jauchzet, frohlocket" fiel auf, dass Lehmann hier den Klang quasi pointillistisch aus der Vielzahl deutlich hervortretender Einzelstimmen formt. Deren Synthese zu einem lichten, aber kompakten Kollektiv war von hoher Dichte (...) So schöpft Lehmann aus Innerlichkeit und harmonischer Präzisionsarbeit neue Klangkraft. (...) Das Ergebnis war ein kräftig applaudiertes "Weihnachtsoratorium" von hoher Intensität. Klangmagie gab es nicht nur im Choral "Ich steh an deiner Krippen hier", sondern auch in der zweiten der beiden Zugaben, als in "Nun sei willkommen, Herre Christ" ein Knabenstimmencrescendo das Kyrie mit Leuchten erfüllte. (...)" Thomas Heinold, Nürnberger Zeitung, 19.12.2013

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