Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

19.12.2017

Entschleunigte Schlichtheit

Der Windsbacher Knabenchor singt Bach im Prinzregententheater München
„(...) Mit allen Wassern der historischen Aufführungspraxis gewaschen, setzt er (Lehmann) doch auf entschleunigte, jedenfalls entspannte Tempi, wie man sie aus dieser Ecke sonst eher selten hört.(...) Dass Lehmann nicht hetzt, hat wohl auch mit der Wichtigkeit zu tun, die er in bester protestantischer Tradition der Textausdeutung bemisst. Bei den Windsbachern versteht man jedes Wort, was schlicht auch mit ihrer Präzision zusammenhängt. Trotz großer Besetzung zeichnet der Chor die Linien wie mit einem Silberstift, fugierte Passagen erklingen mit maximaler Durchsichtigkeit. Der Tenorsolist Patrick Gral zeigt, dass er als ehemaliger Thomaner aus der selben Tradition kommt: Er beeindruckt vor allem durch die Natürlichkeit, mit der er den rezitierten Evangelistenpassagen erzählerischen Fluss verleiht. Das Gegenstück an Sinnlichkeit bietet die Mezzosopranistin Rebecca Martin, in dem sie „den Schönsten, den Liebsten“ tatsächlich als innig Geliebten annimmt.(...)“ Michael Stallknecht, 19.12.2017, Süddeutsche Zeitung
18.12.2017

Mit Überschwang und Leichtigkeit

Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Windsbacher Knabenchor in Ansbach
„(...)Höher, schneller, weiter! Diesem Trend zur Ungeduld in der historischen Aufführungspraxis setzten sich Martin Lehmann und seine Windsbacher zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin geradezu bewusst entgegen. Gleich zu Beginn strahlte der Eröffnungschor „Jauchzet, frohlocket“ trotz jugendfrischem Überschwang eine magisch strömende Sanftheit aus. (..) Wie immer präsentierten sich die Sängerknaben nicht nur einfach als ein phantastisches, wohltimbriertes Vokalkollektiv mit gut ausgebildeten Sängern, sondern auch als ein gewachsenes Ensemble, das durch harte Arbeit, professionelle Betreuung und unbändige Sangesfreude seine Klasse unter Beweis stellt. (...) Ihre (AKAMUS) Zusammenarbeit mi den Windsbachern und Matin Lehmann schaffte es, den Eindruck von entspannter Leichtigkeit und Noblesse zu erwecken. Hier trafen Gleichgesinnte aufeinander, für die als oberstes Gebot bei aller Werkstreue gegenseitiges Zuhören und Inspirieren galt. (...)“ Marion Etienne, 18.12.17, Fränkische Landeszeitung
07.12.2017

Engelsstimmen führen durch Vorweihnachtszeit

Windsbacher Knabenchor und Salaputia Brass-Blechbläserensemble zu Gast in Weingarten
“(...) Ein besonderes Hörerlebnis war Jan Sandströms Clustermotette für zwei Chöre zur alten Weise „Es ist ein Ros entsprungen“, denn hier legte ein Chor auf der Bühne vielstimmig summend einen betörend schönen Klangteppich, der ins Überirdische zu entschweben schien, während ein zweiter Chor von der Galerie aus das Lied anstimmte. Eine weitere Klangkomponente kam vom Blechbläserensemble „Salaputia Brass“. Das Quintett erfreute einerseits mit instrumentalen Stücken, glänzte beispielsweise mit der Ouvertüre zu Händels Feuerwerksmusik oder einem Arrangement zu Johann Sebastian Bachs Kantate „Wie will ich mich freuen“ und agierte andererseits mit dem Chor zusammen, ob im Wechsel wie in der Motette „Machet die Tore weit“ oder gemeinsam. Sehr schön war hier die Einstimmung zu „Es ist ein Ros entsprungen“ mit einer Trompete, die aus dem Off anhob, bis das restliche Quartett auf der Bühne übernahm und schließlich der Chor mit Sandströms Clustermotette fortfuhr.(...)“ Christel Voith, 7.12.2017, Schwäbische.de

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