Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

27.07.2018

Spitzenklasse aus Windsbach

Der berühmte Knabenchor tritt in der Eisenacher Georgenkirche auf und erntet hochverdient einen brausenden Applaus Eisenach. 
"(...) Martin Lehman spornte den Chor zum ausdrucksvollen Musizieren an. Melodiebögen arbeitete er heraus, Textzusammenhang in den Chorälen fiel auf. Dass die Sänger ihre Partie im Kopf hatten, zeugt von intensiver Probentätigkeit. Zu den jungen Stimmen des Chores passten die noch jungen, aber gut geschulten Stimmen der Solisten.(...) Die Motetten Bachs sind immer wieder eine Herausforderung für Chöre. „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ BWV 226 ist für zwei vierstimmige Chöre komponiert, was an der Aufstellung zu sehen war Martin Lehman wählte die Interpretation mit Unterstützung einiger Instrumente. Wie Bach die Motetten musiziert hat, ist nicht belegt. Überlieferte Instrumentalstimmen lassen den Schluss zu, dass er je nach Umstand Instrumente hinzuzog. Dynamische Effekte ließen aufhorchen. (...) Als nach den Danksagungen und Ehrungen das sechsstimmige „Abendlied“ a capella von Josef Rheinberger erklang, wagte niemand zu atmen. War es für Interpreten und Konzertbesucher die Krönung des unvergesslich schönen Abends?" Gottfried Meyer, 27.07.18, Thüringer Allgemeine
26.07.2018

Ganz leise hinauf in den Himmel

Bachs Himmelfahrtsoratorium im Zentrum eines Abends mit dem Windsbacher Knabenchor in der Lorenzkirche
"(...) Rein instrumental geht es in der Suite Nr. 2 h-moll (BWV 1067) zu, worin Gergely Bodoky an der Querflöte mit dem Streichseptett der Deutschen Kammervirtuosen Berlin den Hörer durch sieben verschiedene Tänze geleitet, darunter die bekannte „Badinerie“. Ein barockes Virtuosenstück ersten Ranges! (...) Die eigentliche Himmelfahrt, die Überwindung der Welt, gestalten Bach und die Windsbacher mit einem überraschend leisen, geradezu mystischen Raunen, das sich effektvoll zum Lobgesang steigert, um sodann wieder im Diminuendo zu verklingen. Erst Christian Rathgebers Tenor und Magdalene Harers lyrischer Sopran sorgen wieder für angemessene Erdung. Als Zugabe brachten die Windsbacher Josef Gabriel Rheinbergers „Abendlied“, was thematisch (Christus in Emmaus) wie musikalisch kongenial Bachs Himmelfahrtsmusik beschloss.
Reinhard Kalb, 26.7.2018, Nürnberger Zeitung
 
26.07.2018

Bach – federnd und leicht

Windsbacher Knabenchor sang in der Lorenzkirche
„(...) Das eigentliche Ereignis auf Bachwochen-Niveau waren Martin Lehmann und sein Chor. Die legten sich (etwa in der Motette BWV 226) nicht nur auf rhythmisch federnde Leichtigkeit ohne alle chorische Kraftmeierei fest, auf deutlich gemalte Details, sondern immer ist alles umkleidet vom Hauch des geistlichen Geheimnisses. Und das mit einem Pianissimo in dynamischen Regionen, die man vom Chor noch nie gehört zu haben glaubte. Da gelang mehrfach eine schwebende Spiritualität, glaubensinnige Leichtigkeit, fast fröhliche Ergriffenheit. Im Chor „Nun leuchtet alles unter dir“ (Himmelfahrts-Oratorium) war das eine eindringlich nachvollziehbare vokale Schau aus himmlischen Höhen herab auf all die barocke Wort und Bilderflut von „heißen Tränen“ und „blassen Wangen“ in irdischen Niederungen. (...)“ 
Uwe Mitsching, 26.7.2018, Nürnberger Nachrichten

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