Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

19.12.2013

Aus feiner Zeichnung erwächst ein leuchtendes Bild

J. S. Bach: "Weihnachtsoratorium" Meistersingerhalle Nürnberg

"(...) Schon beim Eingangschor "Jauchzet, frohlocket" fiel auf, dass Lehmann hier den Klang quasi pointillistisch aus der Vielzahl deutlich hervortretender Einzelstimmen formt. Deren Synthese zu einem lichten, aber kompakten Kollektiv war von hoher Dichte (...) So schöpft Lehmann aus Innerlichkeit und harmonischer Präzisionsarbeit neue Klangkraft. (...) Das Ergebnis war ein kräftig applaudiertes "Weihnachtsoratorium" von hoher Intensität. Klangmagie gab es nicht nur im Choral "Ich steh an deiner Krippen hier", sondern auch in der zweiten der beiden Zugaben, als in "Nun sei willkommen, Herre Christ" ein Knabenstimmencrescendo das Kyrie mit Leuchten erfüllte. (...)" Thomas Heinold, Nürnberger Zeitung, 19.12.2013
09.08.2013

Bachs Experimentierwerkstatt

Kantatenkonzert Bachwoche Ansbach

"(...) Stammgast in Ansbach: Der Windsbacher Knabenchor unter seinem neuen Leiter Martin Lehmann, der aus der A-Dur-Messe ein Stück von expressivem Nachdruck macht, geradezu extravagant und in stilistischer Vielfalt aus Bachs Experimentierwerkstatt - erstaunlich modern und die Windsbacher hier in bester Form. (...)" Uwe Mitsching, Bayerische Staatszeitung, 9.8.2013
05.08.2013

Sphärenwechsel und Gottvertrauen

Kantatenkonzerte Ansbacher Bachwoche

"(...) Dass Lehmann sich dann auch noch Bachs Antrittswerk als Kantor an der Leipziger Nikolaikirche hat auferlegen lassen, belegt zumindest, dass er keine Scheu kennt - und auch nicht zu haben braucht, wie das Kantaten-Konzert in St. Gumbertus zeigte. (...) Lehmann gestaltet gestenreich, figürlich, groß. Der Chor: Glühen? Ja.Leuchten? Ja.Strahlen? Ja. Magnesiumweiße Blitze? Nein, nicht heute. Er weiß mit den Effekten zu haushalten und die kirchlichen Gebrauchsmusiken verbieten die ganze Palette der Möglichkeiten. (...) Letzter Wechsel: in die Homophonie des A-cappella-Chores, der sich bei den Zugaben auf Flüsterton dem Ohr nähert. Der Bach-Choral "Mein Augen schließ' ich jetzt" und der Chorsatz von Max Reger "Die Nacht ist kommen". Hier ist wieder die Pianokultur, die Textausdeutung, die innere Spannung, bei der in atemlose Stille hinein die Silben erwartet, herbei gesehnt werden. Hochsommer und Gänsehaut auf dem Trommelfell. Wer schafft das sonst?" Martin Stumpf, Fränkische Landeszeitung, 5.8.2013

Seiten