Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

22.12.2012

Tänzerische Freude

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium, St. Gumbertus Ansbach
"(...) Vielmehr durchpulst er (Lehmann) die Chorsätze mit Freude, Fröhlichkeit und Begeisterung über die Geburt dieses einzigartigen Kindes. Nie schwer und plump werden die Sätze, sie tanzen und wirbeln frohgemut voran. Traumschön weich kann er mit seinen Sängern Cantus-firmus-Linien fließen lassen. Uns schon im Eingangschor entwickeln die Soprane eine Eindringlichkeit in den Höhen, die einen trifft, nicht durch Brillanz und Lautstärke, sonder durch ihre innere Intensität. Viel Bewegung und Beweglichkeit ist in diesem Weihnachtsoratorium. (...)" Thomas Wirth, Fränkische Landeszeitung 21.12.2012
20.12.2012

Festlicher Glanz mit berührend intimen Momenten

Bach: Weihnachtsoratorium, Nürnberg
"(...) So oft auch von König, Herrscher und Fürst als Jesus-Synonym die Rede ist, so sehr unterscheidet sich hier doch die Attitüde, etwa einen absolutistischen Monarchen mit Klangprunk zu hofieren. Entsprechend betonte Lehmann eher die intimen Momente: Die Menschwerdung Gottes vollzieht sich eben nicht als pompöses Theater-Spektakel, sondern in der Abgeschiedenheit und Unauffälligkeit eines Obdachlosenasyls. Was nicht heißt, dass Lehmann mit seinen raumgreifenden Gesten alles Temperament zügelt. "Wenn die stolzen Feinde schnauben" dann singen die Knaben, die in ansehnlicher 90er Stärke angetreten sind, das auch entsprechend zupackend. Im Chor kommen wieder alle Tugenden zusammen: Prägnante Wortverständlichkei, die mit einer intensiven Legato-Kultur einhergeht, eine Phrasenausformung, die immer auf die Linie bedacht ist, und natürlich das Privileg junger Stimmen: Glanz und Klarheit in Fülle. (...)" Jens Voskamp, Nürnberger Nachrichten 20.12.2012
11.12.2012

Unendlich zart schweben die Harfenklänge

Britten: A Ceremony of Carols, Frankfurter Dom mit Xavier de Maistre (Harfe)

"(....)Über die rein handwerkliche Spitzenqualität ging das emotionale, spirituelle Moment jedoch nicht verloren. Das "Advents-Kyrie" Günter Raphaels (Maria durch ein Dornwald ging) berührte ebenso das Weihnachtslied "Und unser lieben Frauen" von Max Reger. Ein Meisterstück lieferten die von Martin Lehmanns unaufdringlichen Impulsen geleiteten Sänger in der 14-stimmigen Motette "Es ist ein Ros entsprungen". Kristallen durchsichtig, schwerelos in sich ausbalanciert, nahm die "zarte Wurzel" des "Blümleins mitten im kalten Winter" herzerwärmend Gestalt an.
Als einziges größeres zusammenhängendes Werk stand der "Kranz von Lobechören" für dreistimmigen Knabenchor von Benjamin Britten auf dem Programm. Die hochreflektierte Deutung ließ keine Facette unbeleuchtet, Chor und Harfenist erzielten eine beispielhafte Dichte und Geschlossenheit.(...)" Ulrich Boller, Frankfurter Neue Presse 11.12.2012

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