Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

29.11.2016

Unvergleichliche Atmosphäre der Vorfreude

Advent: Windsbacher Knabenchor in Amorbach
„(...) denn was die Sänger bei ihren a-cappella-Auftritten mit Musik aus vier Jahrhunderten boten, war geistliche Musik mit souveräner Beherrschung von Dynamik- und Tempowechseln, Pianissimo-Passagen, klarer Artikulation und dem scheinbar mühelosen Singen sogar zwölfstimmiger Chorsätze (...). Was könnte diesen Eindruck besser vertiefen als die Orgel- und Trompetenklänge von Jean Joseph Mouret, Henry Purcell, Georg Philipp Telemann oder Alexandre Guilmant und die eher meditativen, facettenreichen Orgelstücke wie Regers F-Dur Pastorale oder die sensiblen Orgelintros, mit denen Arvid Gast den nächsten Chorsätzen den Weg ebnete?“ Heinz Linduschka, Bote vom Untermain, 29.11.2016
25.10.2016

Eine Offenbarung

Der Windsbacher Knabenchor in Bayreuth
„(...) Die Homogenität dieses Klangkörpers, die Präzision und Konzentration, mit der hier gesungen wurde, hatte in Teilen zirzensisches. Wenn etwa Töne scheinbar schwerelos im Raum schweben, um sich dann in einem Hauch von Pianissimo aufzulösen. (...) Ein solch energiegeladenes Konzert erlebt man hier wahrlich nicht alle Tage. Zumal der Chor diesen Energiefluss bis zum letzten Ton scheinbar mühelos hochhielt (...). Eine wirklich staunenswerte Leistung! Die im Übrigen auch die des Leiters des Chores, Martin Lehmann, mit einschließt. Die Akribie und Energie, mit der er das ganze Konzert über in seinem Dirigat um jede Note, jede klangliche Nuance ringt, ist schlichtweg phänomenal. Dergleichen die Aufmerksamkeit, die er seitens des Chores erfährt. (...)“ Gordian Beck, Nordbayerischer Kurier Bayreuth, 25.10.2016
12.10.2016

Kaltblütige Sprungbereitschaft

Bachs h-Moll-Messe in der Alten Oper Frankfurt
"(...) Und die 80 Sänger: das waren diejenigen des Windsbacher Knabenchors, der mit der Geschlechtsbezeichnung im Namen auch schon das historisch vollkommen Korrekte benennt, das beim Räsonnieren über authentische Bach-Aufführungen gern unterschlagen wird. Es sangen im kirchlichen Raum zur Bach-Zeit nur Männer und die eben auch die Soprane und Alte. Das Schöne dabei heute: statt dadurch irgendeinen Mangel hinnehmen zu müssen, erlebt man einen Klangkörper, der in der Homogenität seiner Timbres Helligkeits- und Dunkelwerte im bruchlosen Kontinuum oder in trennscharfen Kontrasten ohne Schärfen erzeugen kann.
Es war überragend, wie Martin Lehmann die teilweise sehr jungen Knaben zur Exponierung und in forcierten Passagen zu kaltblütiger Sprungbereitschaft animierte. Genauso bezwingend war das interpretatorische Konzept, das die hochfahrenden und niedergehenden Intonationen im höchst farbigen Orchester samt dem eingebundenen Chor-Kollektiv unmittelbar gestisch (etwa bei den Hammerschlägen des „Crucifixus“) umsetzte. Gespielt und gesungen wurde in sehr raschem Tempo – nicht huschend, sondern mit klangsprachlichem Resultat.(...)" Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau, 12.10.2017

Seiten