Beringers Rückblick: Danke

WINDSBACH (23. Januar 2012) Welches Gefühl bleibt bei Karl-Friedrich Beringer und Generationen von Sängern des Windbacher Knabenchores? Sicherlich eines, das alle gemeinsam fühlen: Dankbarkeit.
 
Frage: In den vorangegangenen Gesprächen hat man gemerkt, dass Ihre Jahre als Leiter des Windsbacher Knabenchores für Sie eine erfüllende Zeit waren. Spüren Sie Dankbarkeit?
 
Karl-Friedrich Beringer: Auf jeden Fall. Ich habe keine Sekunde in Windsbach bereut. Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange da bin. Und wenn ich jetzt weggehe, weiß ich: Es fällt keine Last von mir ab, sondern ich verliere etwas. Ich weiß, es wird mir weh tun. Und ich werde das Gleiche spüren wie meine Abiturienten Jahr für Jahr.
 
Frage: Wofür empfinden Sie Dankbarkeit?
 
Karl-Friedrich Beringer: Es war eine tolle Zeit, in der wir tolle Musik miteinander machen durften. Und es ist etwas Wundervolles, wenn man erreicht hat, dass Ehemalige glücklich an diese Zeit zurück denken und merken: Sie haben hier etwas mitbekommen. Einer hat mir erst vor ein paar Tagen geschrieben: „Müsste ich mich nochmal entscheiden, ich würde mit Wonne wieder nach Windsbach gehen.“
 
Frage: An wen richten Sie diesen Dank?
 
Karl-Friedrich Beringer: Mein Dank gilt an allererster Stelle allen Generationen von Sängern, die unter meiner Leitung im Windsbacher Knabenchor gesungen haben. Sie haben mit mir gekämpft, gelitten, gerungen etwas zu erreichen. Das gilt auch für alle Mitarbeiter in Windsbach, die die Arbeit des Chores begleiten und unterstützen. Und dann sind da die vielen Künstler, mit denen wir in den vergangenen 34 Jahren zusammen gearbeitet haben und die für den Chor wirklich Freunde geworden sind. Also dafür bin ich wahnsinnig dankbar.
 
Frage: Haben Sie auch etwas vermisst oder gibt es etwas, für dass Sie gerne noch dankbarer wären?
 
Karl-Friedrich Beringer: Nun, ich bedanke mich bei allen Menschen in Politik, Kirche und Wirtschaft, die in ihrer Position wirklich alles gemacht haben, um den Windsbacher Knabenchor eine feste Struktur zu geben und sicher in die Zukunft zu führen. Ich spreche hier jeden an und jeder sollte für sich selbst überlegen, ob er das von sich sagen kann…
 
Frage: Eine salomonische Antwort, die Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet. Erlauben Sie uns auch einen Blick in Ihre berufliche Zukunft? Wer Sie kennt, weiß, dass Ihr Ruhestand nicht ausschließlich an Brasiliens Stränden gestaltet werden wird…
 
Karl-Friedrich Beringer: (lacht) Stimmt. Das wird sich zeigen.
 
Auch die Redaktion dankt Herrn Beringer: für 34 Jahre Leitung des Windsbacher Knabenchores und speziell für zwei der wenigen freien Abende im November 2011, an denen wir diese Gespräche führen und aufzeichnen durften. Und wir wünschen dem scheidenden Leiter des Knabenchores alles Gute, Zufriedenheit und Gesundheit für möglichst viele Jahre im Kreise seiner Familie. Auf Wiedersehen!