„Der Chor braucht (unsere) Unterstützung“

ASCHAFFENBURG (28. Februar 2012). Wer selbst Windsbacher war, der weiß, dass die Arbeit hier viele Freunde hat. Und braucht: Seit vielen Jahren engagiert sich die Fördergesellschaft des Windsbacher Knabenchores als treuer Partner ideell und finanziell. Der Vorsitzende Dr. Jochen Heinzelmann, von 1984 bis 1993 selbst „Windsbacher“, erzählt, wie.
 
Frage: Was ist Sinn und Zweck der Fördergesellschaft? Worin sehen Sie ihren Auftrag?
 
Dr. Jochen Heinzelmann: Der Zweck unseres Vereins, der Fördergesellschaft, ist nach der Satzung die Förderung der Erziehung und Bildung. Seit jeher wird es als Hauptaufgabe verstanden, den Knabenchor materiell und ideell zu unterstützen.
 
Frage: Woher kommen Ihre Mitglieder?
 
Dr. Jochen Heinzelmann: Sie kommen von überallher. Es sind Freunde und Fans des Chores, Eltern aktiver und ehemaliger Sänger sowie Ehemalige. Wobei ich sagen muss, dass ich mir wünschen würde, dass noch mehr ehemalige Windsbacher der Fördergesellschaft beitreten. Viele von ihnen sind Mitglied im Ehemaligenverein Monte-Soprano. Die Mitgliedschaft in diesem Verein ersetzt aber nicht die Mitgliedschaft bei uns. Und sie schließen sich übrigens auch nicht gegenseitig aus…
 
Frage: Was meinen Sie motiviert Ihre Mitglieder, sich in der Fördergesellschaft zu engagieren?
 
Dr. Jochen Heinzelmann: Sie unterstützen einen der besten Knabenchöre der Welt – als Ehemaliger sage ich: den besten deutschen Knabenchor. Und sicher ist er nicht nur ein „einfacher“ Chor, sondern für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Bayern eine Möglichkeit der Verkündung, was vielleicht auch für viele Förderer von Bedeutung ist. Ehemalige haben die Möglichkeit, dem Chor etwas zurückzugeben und ihre „Nachfolger“ zu fördern.
 
Frage: Ein gutes Stichwort! In Windsbach wird hörbar viel gefordert und damit auch jeder einzelne Chorist gefördert. Was „fordern“ Sie von Ihren Mitgliedern und wie fördern Sie die Arbeit im und um den Knabenchor?
 
Dr. Jochen Heinzelmann: Der Mindestbeitrag eines einzelnen Mitglieds liegt aktuell bei einem Jahresbeitrag von 30,- Euro, bei einer Familienmitgliedschaft für Ehepaare bei 50,- Euro. Wir freuen uns aber natürlich, wenn jemand mehr bezahlt. Die Mitgliedsbeiträge kommen dem Chor und den Sängern zugute. Wir unterstützen den Chor, wo der Schuh drückt. So werden Konzertreisen mitfinanziert, die Anschaffung von Instrumenten unterstützt oder Personalkosten abgefedert. Wir vergeben auch Stipendien, damit Eltern in der Lage sind, die nicht unerheblichen Internatskosten stemmen zu können.
 
Frage: Gibt es den auch ein Vereinsleben?
 
Dr. Jochen Heinzelmann: Ein Vereinsleben „wie gewöhnlich“ gibt es nicht. Wir haben einmal jährlich am Ende eines Schuljahres eine Jahreshauptversammlung. Vorher oder nachher findet das traditionelle Choressen statt, gestiftet von der Fördergesellschaft. Natürlich freuen wir uns auch, uns vor oder nach einzelnen Konzerten des Knabenchores wiederzusehen.
 
Frage: Wie kann man Mitglied werden?
 
Dr. Jochen Heinzelmann: Ganz einfach online unter www.foerdergesellschaft-windsbacher-knabenchor.de oder durch eine Erklärung uns gegenüber, wie sie sich beispielsweise auf unseren Flyern findet.
 
Frage: Was hat man von einer Mitgliedschaft?
 
Dr. Jochen Heinzelmann: Jedes Mitglied erhält das „windsbacher magazin“, eine Zeitschrift, die zweimal jährlich erscheint. Sie informiert über Aktuelles rund um den Chor und das Internat, zeigt die nächsten Auftritte des Chores. Wir versuchen auch, einmal im Jahr eine Reise gemeinsam mit dem Knabenchor und bei der Jahreshauptversammlung ein Singen des Chores zu organisieren. Schließlich, und das möchte ich nochmals ausdrücklich betonen, unterstützt jedes Mitglied einen hervorragenden Chor, der nicht nur auf unsere Unterstützung angewiesen ist.
 
Frage: Was wünschen Sie sich für Ihre Zeit als Vorsitzender?
 
Dr. Jochen Heinzelmann: Zum einen, dass sich noch mehr Ehemalige entschließen der Fördergesellschaft beizutreten und den Ehemaligenverein Monte-Soprano nicht als Alternative zu uns sehen. Dann natürlich, dass unsere Mitgliederzahl stetig steigt, damit wir weiterhin unserem Auftrag nachkommen können. Und schließlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Chor- und Internatsleitung weiterhin so reibungslos und harmonisch funktioniert wie bisher und die Kooperation mit dem Kuratorium und der Stiftung ausgebaut bzw. vertieft wird.