Kontinuierliche Förderung

WINDSBACH (11. Mai 2017). Der Windsbacher Knabenchor hat viele Fans. Und Freunde. Zum Glück auch: finanzstarke und großzügige Unterstützer! Neben der Fördergesellschaft, die in diesem Jahr auf 50 Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken kann, gehört auch das Patronat dazu, ohne dessen finanzielle Unterstützung vieles in Windsbach nicht möglich wäre. Über dieses Engagement sprachen wir mit der Patronatsbeauftragten Ruth Schellhas.

Frau Schellhas, das Patronat des Windsbacher Knabenchors findet sich unter der Rubrik „Förderer“ auch auf dieser Homepage. Dennoch wirkt es eher im Verborgenen. Was genau ist das Patronat und wie unterstützt es den Chor?   
 

Das Patronat wurde vor 18 Jahren gegründet, um die künstlerische Arbeit des Windsbacher Knabenchors zu fördern und  finanziell zu unterstützen – und zwar nicht mit einer einmaligen Spende, sondern kontinuierlich über einen längeren Zeitraum hinweg. Diese Art der permanenten Unterstützung ermöglicht beispielsweise überhaupt erst Konzertreisen, die ja auch mehrere Jahre im Voraus geplant und finanziell abgesichert werden müssen.
 
Wer gehört zum Patronat und wie kann man dazustoßen?  
 

Das Patronat besteht aus einem Kreis angesehener Unternehmen und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien, Medizin und sonstigen relevanten Gruppen aus der Gesellschaft der Metropolregion. Dieser Kreis hat es sich zum Ziel gesetzt, den Chor bei seiner künstlerischen Arbeit, etwa bei Konzertreisen im In-und Ausland und bei CD-Produktionen sowie der Aufführung großer Werke mit Orchester zu unterstützen. Die künstlerische Leistung des Chors wird dadurch – wenn man so will – über die Region hinaus in die Welt getragen und die jungen Sänger erhalten gleichsam spiegelbildlich Eindrücke aus anderen Städten und fernen Ländern. Interessierte, die sich im Patronat für die Belange der Windsbacher nachhaltig engagieren wollen, können mit mir Kontakt aufnehmen – direkt oder über das Chorbüro. Neuzugänge sind herzlich willkommen! 
 
Was war denn das jüngste Projekt des Patronats?
 

Gerade erst im März wurde die Spanien- und Italien-Tournee, bei der Bachs h-Moll-Messe aufgeführt wurde, durch das Patronat nicht unerheblich unterstützt. 
 
In Windsbach war man von der Reise begeistert – war das in Ihren Augen also eine gute Investition?
 

Die Windsbacher, die von der renommierten Akademie für Alte Musik Berlin begleitet wurden, wurden frenetisch gefeiert und mit Applaus überschüttet. Das Patronat würde wahrscheinlich nicht von einer „Investition“ sprechen – aber die überaus positive Resonanz des Publikums gerade im Ausland ist für jeden Künstler und insbesondere für die jungen Sänger ein tolles Feedback und eine außerordentliche Motivation, weiterhin musikalische Leistungen auf so hohem Niveau zu erbringen. Für das Renommee der Windsbacher, die zu der Weltspitze der Knabenchöre zählen, ist es enorm wichtig, in den ersten Häusern Europas zu aufzutreten.
 
Wer entscheidet eigentlich über die Art und Höhe der Zuwendungen?
 

Über die Bezuschussung der Patronatsprojekte entscheiden Martin Lehmann und unser Konzertmanager Delf Lammers in Abstimmung mit mir.
 
Ohne Förderer wie das Patronat wäre die künstlerische Arbeit des Windsbacher Knabenchores kaum leistbar. Ist das auch die Motivation der einzelnen Patronatsgeber?
 

Ohne Zweifel ist das Hauptanliegen der Patronatsmitglieder, die enorme Leistung der Choristen zu fördern und den Hörgenuss dieser Musik zu verbreiten. Neu angestoßen wird dies immer wieder durch die enge Verbindung und den steten Austausch zwischen Chor und Patronat. So stehen die Türen in Windsbach für die Mäzene immer offen. Einige Patronatsgeber nutzen dies auch, indem sie Chorproben besuchen oder an Konzertreisen teilnehmen. So waren zum Beispiel letztes Jahr Patronatsgeber mit „ihren“ Windsbachern sowohl in Rom bei den Auftritten in der Sixtinischen Kapelle und im Petersdom, als auch in Berlin, wo der Chor das Adventskonzert des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue gesungen hat. All das macht das besondere Verhältnis zwischen Chor und Patronat aus.