Norbert Schüller: ein Mäzen von ganzer Seele
Es ist gut 20 Jahre her, da wurde Norbert Schüller, sonst eher Freund von Oper und Operette, auf die Windsbacher aufmerksam: „Ich bin kein Musikwissenschaftler, aber ich liebe die Musik“, sagt er von sich selbst. Besonders Mozart und Verdi hätten es ihm „im fortgeschrittenen Alter“ angetan. Und eben der A cappella-Gesang aus Windsbach. Was übrigens auch irgendwie etwas mit diesem „fortschreitenden Alter“ zu tun hat: Aus reiner Freude und ein bisschen als Gedächtnis-Übung lernt Norbert Schüller nämlich Gedichte auswendig. Keine Frage, dass ihm besonders ein Konzert der Windsbacher in Erinnerung geblieben ist, das er vor Jahren in der Orangerie zu Ansbach hörte: Auf dem Programm standen neben einem Textrezital vor allem Volkslieder.
Heute hat Schüller zum Glück ein bisschen mehr Zeit und man könnte sein Verhältnis zum Chor augenzwinkernd als das eines „Groupie“ bezeichnen, reist er den Windsbachern doch auch gerne mal hinterher, um das Konzerterlebnis beispielsweise in Baden-Baden oder auf der Wartburg dann mit anderen kulturellen Aspekten zu verbinden. Außerdem erinnert er sich gerne an die Art und Weise, wie er gemeinsam mit den Choristen und nicht zuletzt über die Musik auf Konzertreisen in Australien, Südamerika oder Spanien Land und Leute kennenlernen durfte. Und vor allem: den Chor! Bislang hatte er ihn nämlich „nur“ finanziell und daher in seinen Augen eher unpersönlich unterstützt. Natürlich wurde Norbert Schüller damals sofort Mitglied der Fördergesellschaft, als er von deren Existenz und Arbeit erfuhr. Darüber hinaus engagierte er sich auch jahrelang im Stiftungsrat des Chores.
Besonders der überregionale Bekanntheitsgrad der Windsbacher ist Schüller eine Herzensangelegenheit: „Viele, auch bei uns in der Region, wissen doch gar nicht, was sie da in und an Windsbach haben“, stört er sich am höheren Bekanntheitsgrad anderer Ensembles, die einfach nur öfter im Fernsehen zu sehen seien.
Die vom Inhaber bei den Windsbachern bewunderte Leistung wird auch im Wohnzentrum geboten: 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liefern von der Beratung über den Verkauf bis hin zu Auslieferung und Montage sowie Service mit Garantie alles aus einer Hand. Als echter Mittelständler behauptet sich das Möbelhaus Schüller erfolgreich gegen die großen Möbelketten – und überzeugt mit persönlicher Kundenbeziehung und -zufriedenheit, die für den Inhaber genauso wichtig ist wie der Umsatz. Dass davon dann noch etwas für caritative Zwecke übrig bleibt, ist für Norbert Schüller eine Selbstverständlichkeit: „Von dem Geld, das man verdient, muss man auch wieder was weitergeben.“
Das übrigens sagt kein Leiter eines großen Konzerns, für den Euros Peanuts sind, sondern einer, der sich nicht zu schade ist, sich mit einer eigens für diesen Zweck angeschafften Drehorgel vor die Lorenzkirche oder andere Gotteshäuser in der Region zu stellen, wo die Windsbacher Motetten oder kostenlose Konzerte geben, um für „seine“ Windsbacher zu sammeln: „Wenn man ins Kino oder Theater geht, ist es doch selbstverständlich, dass man den entsprechenden Eintritt zahlt. Und in der Motette hören Sie einen Chor von Weltniveau zum ‚Nulltarif?!“
Damit das auch so bleibt, dürfen sich die Windsbacher über Mäzene wie Norbert Schüller freuen. Über Freunde und Förderer, die immer ein offenes Ohr für die Belange des Chores haben – und sich mit dem anderen Ohr an der Musik von Bach & Co. erfreuen. Oder eben an Volksliedern.
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