Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

23.04.2018

Windsbacher singen sich in die Herzen der Menschen

Geistliche und weltliche Chormusik im Münster Heidenheim
"(...) Achtstimmig wurde die Motette "Jauchzet dem Herrn, alle Welt" von Felix Mendelssohn Bartholdy gesungen, ein vierstimmiger Männerchor der älteren Knaben interpretierte "Ein neues Lied singt dem Herrn", bevor Volks- und Wanderlieder mehrstimmig erklangen. Was fällt auf? Sehr viel wurde auswendig gesungen. "Wir haben dadurch eine innigere Verbindung zum Dirigenten", erklärt Yannik. Die Sänger "klebten" förmlich mit ihren Augen an Dirigent Martin Lehmann. Keiner schaut oder duckt sich weg. Im Gegenteil. Mal sind die Münder weit aufgerissen, dann fast flüsternd kommen die letzten Silben auch noch gut verständlich beim Publikum an.(...) Es war für ihn "schwer in Worte zu fassen", was am Ende als Eindruck bleibt, so Dekan Klaus Kuhn. Er konnte nicht genau sagen, was ihn mehr beeindruckte: die Klangfülle oder die hohe Präzision der Stimmen. "Das ist Weltklasse", staunte er, der "einen wunderbaren Abend erlebt hat". "Alles war einfach sehr gut", sagte eine Konzertbesucherin, während ein anderer nur in Superlativen schwelgte: "Phänomenal, phantastisch". Die Windsbacher, das war deutlich zu erkennen, haben mehr als nur eine Visitenkarte abgegeben. Sie haben sich in die Herzen der Menschen gesungen." Reinhard Krüger, 23.4.2018, nordbayern.de/region/gunzenhausen
20.12.2017

Auf den Flügeln des Gesangs

Das Weihnachtsoratorium mit den Windsbachern in der Friendeskirche Nürnberg
„(...) Unter den zielsicher gestaltenden den Händen von Chorchef Martin Lehmann sorgte die Akademie (für alte Musik Berlin) für einen farbenreichen, zwischen historischen Streichen, Oboen und Trompeten klug ausbalancierten und in Tempi und Rhythmus steht beweglichen Instrumentalklang. So wie es dieser meisterhaften Synthese aus Oratorium, protestantischem Kirchenlied und biblischer Weihnachtsgeschichte würdig ist. Diese Interpretation des „Weihnachtsoratoriums“ gehört zu den qualitativ hochwertigsten unserer Tage.(...) Die vokalen Fähigkeiten und Intonationsfinessen, die Bach vom Chor verlangt, sitzen bei den Windsbachern unter der inzwischen über fünfjährigen künstlerischen Leitung von Martin Lehmann so sicher wie ein maßgeschneiderter Anzug. Der sich aus der Basis der individuellen Stimmlinien aufbauende und aufblühende Jubelklang des Eingangschores „Jauchzet, frohlocket“ und die Turba-Chöre wie beim „Ehre sei Gott in der Höhe“ reißen mit. Die lyrisch feingewobene Schlichtheit etwa in Choral „Wie soll ich dich empfangen“ bewegt ebenso wie die herausragende Pianokultur der rund 80 Stimmen starken Knaben. (...)“ Thomas Heinold, 20.12.2017, Nürnberger Zeitung
19.12.2017

Entschleunigte Schlichtheit

Der Windsbacher Knabenchor singt Bach im Prinzregententheater München
„(...) Mit allen Wassern der historischen Aufführungspraxis gewaschen, setzt er (Lehmann) doch auf entschleunigte, jedenfalls entspannte Tempi, wie man sie aus dieser Ecke sonst eher selten hört.(...) Dass Lehmann nicht hetzt, hat wohl auch mit der Wichtigkeit zu tun, die er in bester protestantischer Tradition der Textausdeutung bemisst. Bei den Windsbachern versteht man jedes Wort, was schlicht auch mit ihrer Präzision zusammenhängt. Trotz großer Besetzung zeichnet der Chor die Linien wie mit einem Silberstift, fugierte Passagen erklingen mit maximaler Durchsichtigkeit. Der Tenorsolist Patrick Gral zeigt, dass er als ehemaliger Thomaner aus der selben Tradition kommt: Er beeindruckt vor allem durch die Natürlichkeit, mit der er den rezitierten Evangelistenpassagen erzählerischen Fluss verleiht. Das Gegenstück an Sinnlichkeit bietet die Mezzosopranistin Rebecca Martin, in dem sie „den Schönsten, den Liebsten“ tatsächlich als innig Geliebten annimmt.(...)“ Michael Stallknecht, 19.12.2017, Süddeutsche Zeitung

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