„Incredible fantastic singing“

Datum:
08.11.2019
Gerade noch rechtzeitig vor dem Streik bei der Lufthansa ist der Windsbacher Knabenchor von seiner 14-tägigen Konzertreise durch den Mittleren Westen der USA zurückkehrt. Die jungen Sänger aus Windsbach bereisten sechs US-Bundesstaaten und legten mit dem Tourbus über 4.000 km zurück. Dabei traten sie sowohl in den Metropolen Chicago, St. Louis, Minneapolis und Indianapolis auf, als auch im renommierten Wartburg College in Waverly (Iowa), in „Michigan’s Little Bavaria“ Frankenmuth, in Sheboyen, Valparaiso und Fort Wayne.

Das amerikanische Publikum empfing die Windsbacher begeistert: „Unglaublich“, „Fantastischer Gesang“ waren nur einige der Kommentare. Ebenso begeistert zeigte sich Horst Buchholz, Kirchenmusikdirektor der katholischen Kathedrale von St. Louis: „Die Tage, an denen Knaben- und Kinderchöre nach England geschaut haben, sind endgültig vorbei. Das bewies der Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Martin Lehmann in einem vorzüglichen Konzert in der St. Paulskirche in Des Peres bei St. Louis. Hier war ganz klar zu sehen, dass dieser Spitzenchor nicht nur in Deutschland, sondern auch international auf Weltniveau rangiert“. Eine dynamische Bandbreite vom fast unhörbaren pianissimo bis zum grandiosen fortissimo gepaart mit ebenso vielen Klangfarben. Phrasierung und Expression seien höchstes Gebot und hätten das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute überzeugt.

Fränkische Religionsgeschichte im Mittleren Westen der USA zu erleben und an vielen Stationen nicht nur Martin Luther, sondern auch Wilhelm Löhe zu begegnen, war ein Erlebnis für Martin Lehmann und seine Sänger: „Löhe hat einen besonderen Bezug zum Evangelisch Lutherischen Studienheim. Als persönlicher Freund des Gründers, Dekan Brandt, hielt er bei der Einweihung die Festpredigt. Heute noch hängt sein Bild im Konfirmandenzimmer."  

Die Windsbacher folgten einer Einladung der Lutheran Church Missouri Synode. Die Konzertreise wurde vom Goethe Institut und dem Bayerischen Musikrat gefördert. Dank einer großzügigen Spende von der Manfred-Roth-Stiftung konnte der Chor am Ende der Reise noch einen Tag in Chicago bleiben und die Stadt besichtigen. (Bild, (c) Miederer)