Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

10.05.2010

Wahre Klangwunder

Ulm: Motetten

(...) Bestens geschulte Stimmen, vom 10-jährigen Steppke bis zum 20-jährigen Twen, von markanten Basstiefen bis zu engelsgleichen Sopranhöhen, wirken zusammen. "Phänomenal!" war oft zu hören. Mehr als zutreffend! Die lupenreine intonationssichere A-cappella-Chorkultur - selbst in komplexer Mehrstimmigkeit wie in Mendelssohns achtstimmiger Psalmvertonung "Warum toben die Heiden?" -, die Präzision der Teamarbeit, die Ausdruckstiefe sowie die Feinzeichnung der Wort-Ton-Beziehung sind kaum steigerungsfähig. (...)
Als grandioser und charismatischer Animator war Beringer zu erleben. Gestenreich, mit "sprechenden" Händen formte er den chorischen Feinschliff zwischen Fortissimo und gehauchtem Piano zu CD-Qualität. Motetten von Heinrich Schütz ("Also hat Gott die Welt geliebt") und Max Regers berührendes "Nachtlied" steckten das 400 Jahre umspannende Terrain ab. (...)"  Christa Kanand, SÜDWEST PRESSE 10.05.2010

20.12.2009

Fesselnde Kunst mit barocken Effekten

Nürnberg: J.S. Bach "Weihnachtsoratorium"

(...) Ein Wunder nach wie vor und besser denn je: Die Windsbacher sind perfekt, besonders in den Chorälen mit attakierender Kraft oder innehaltender Sanftheit. Jeder Sänger findet seinen individuellen Weg zu Beringers Konzept. Das gilt auch für die excellenten Berliner Musiker, die etwa in der Siciliano-Seligkeit enorme Binnenspannung aufbauen. Die Aufführung ist ein Wunder an atmender Artikulation, der fulminante Schluss leuchtet in den flammenden Farben barocker Kunst." Uwe Mitschning, Nürnberger Nachrichten 19.12.2009

20.12.2009

Das Vergnügen, Bach zu hören

Nürnberg: J. S. Bach "Weihnachtsoratorium"

(...) Karl-Friedrich Beringer, der Leiter des Windsbacher Knabenchors, projizierte sein interpretatorisches Konzept über die fröhlich-fromme Sphäre hinaus auch auf die dramatischen Vorgänge, und zwar auf eine sehr differenzierte Weise. (...) Man gewann den Eindruck, dass Karl-Friedrich Beringer in seinen interpretatorischen Stil mitunter eine nachdenklich besinnliche Note einbrachte, was auch die Wahl der Tempi offenlegte, die so manche meditative Zeichen setzte. Wenn Wiederholungen folgten, wurde sinnvoll verändert, die Dynamik zurückgenommen oder gesteigert. Sowohl das fließend Zügige wie die verlangsamte Lyrik wuchsen aber stets aus dem natürlichen Ablauf heraus.
Die Führung des Windsbacher Knabenchors verriet in der Tat vorzügliche chorische Erziehung. Es war ein Vergnügen, diesen hoch motivierten jungen Choristen zu lauschen, wie lebendig, rhythmisch spannkräftig sie das textbezogene Deklamieren meisterten, was zu einer faszinierenden Verständlichkeit führte. Da wurde nichts gemauschelt, wurde keine Note, keine Phrase, unter den Tisch bequemer Pauschalität gekehrt. Der Chor sang mustergültig, überzeugte durch Sicherheit und Brillanz, tadellose Intonation und folgte aufmerksam jeder dynamischen Anweisung. Gerade in den Chorälen traten die Stärken hervor – eine Fülle an Farben und ein ‚würzig’ kantiger, hellstimmiger Klang. (...)
So gelang Karl-Friedrich Beringer in der vollbesetzten Meistersingerhalle sozusagen im Heimspiel des Windsbacher Knabenchors eine sympathisch bewegende, stimmungsvolle Aufführung. Eine Wiedergabe, die in ihrer leicht historisierenden Tendenz, ihrem Glaubensernst, sich deutlich abhob von so manchen routiniert ablaufenden Aufführungen großer Chorvereinigungen in bedeutenden Konzertsälen. Der Riesenbeifall für die Interpreten war verdient.
Egon Bezold Klassik.com 18.12.2009

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