Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

07.08.2017

Lichte Mirakel

Bachwoche: Finale mit h-Moll-Messe
„(...) Lehmanns Tempi wirkten zügig, aber nie überhetzt und willkürlich, sondern virtuos beherrscht und mit Vernunft und Sinn für die Gesamtarchitektur aufeinander bezogen. Die so unterschiedlichen Satzteile waren allesamt treffend charakterisiert, auf einen Aussagenenner gebracht. Nie wirkte das pauschal. Lehmann, seine Sänger und seine Musiker verloren Details nicht aus den Augen und Ohren, ließen sie zu Bildern werden. (...) Ein kleines lichtes Mirakel das Adagio “Et expecto“: Herzbewegender als mit einem Knabenchor lässt sich das Hoffen auf die Auferstehung nicht darstellen. (...) Das Freiburger Barockorchester musizierte mit einer Präzision, wie man sie von ihm gewohnt ist – und die doch jedes Mal aufs Neue verblüfft, gerade bei der Streichergruppe, die so körperhaft und expressiv agierte. (...)“ Thomas Wirth, 7.8.2017, Fränkische Landeszeitung
04.08.2017

Rheingau Musik Festival: In den Wogen des Kontrapunkts und der Harmonie

Mit Bachs h-Moll-Messe in der Basilika von Kloster Eberbach
„(...) Es war einmal kein schnurrender Apparat zu erleben, sondern fitte und hochkonzentrierte, aber auch sehr geforderte Akteure in den Wogen der Musik. Wogen, in denen es zu temporären erschiebungen kam, aber doch ein schön ausbalanciertes Verhältnis zwischen tiefen und hohen Stimmen bestand. Auch gab es wunderbar kompakte Momente wie im an- und abschwellenden „Amen“ am Ende des 1. Teils. Das leichte Auseinanderdriften von Zeit zu Zeit hatte seine Reize. Junge Menschen mitten an der Arbeit und mit dem Mut, die die h-Moll-Messe braucht. Für das „Sanctus“ verteilten sich die Männerstimmen neu, Tenöre und Bässe nun in Schichten. (...)“ Judith von Sternburg, 4.8.2017, Frankfurter Rundschau
04.08.2017

RMF: Rein, sicher und emotional

Lehmann und sein Windsbacher Knabenchor begeistern mit Bachs h-moll-Messe
„(...) Das mächtige Werk, in dem Bach alle seine Erfahrungen aus den Kantaten und Passionen zusammenfasst, ist den über 80 Kindern und jungen Männern also wohlvertraut. Viele von ihnen sieht man die vollen zwei Stunden auswendig singen, für ein Kind von zehn oder zwölf Jahren eine gigantische Leistung. Ebenso beeindruckend die klangliche Reinheit, die Sicherheit in den Läufen und der Vielstimmigkeit, die Transparenz und die emotionale Tiefe dieses Spitzenchors.(...) Das Freiburger Barockorchester bietet kompetentes und engagiertes Mitspiel in historisch informierter Aufführungspraxis und stellt in der Basilika eine wunderbare Klang-Balance her. (...)Ein interessantes Quartett kommt bei den Solisten zusammen. Die Sopranistin Robin Johannsen zeigt vor allem die lieblichen, spielerischen Farben der großen Messe. Der Tenor Julian Prégardien verbindet aus reicher Evangelisten-Erfahrung Mühelosigkeit mit absoluter Klarheit, ohne jeden Druck. Mit lebendigem dramatischen Impuls belebt Andreas Wolf seine Basspartie. Sophie Harmsen (Alt) gelingt im „Agnus Dei“ kurz vor Schluss der berührendste Moment.(...)“ Dietrich Stern, 4.8.2017, Wiesbadener Tagblatt 

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