Windsbacher im Konzert

Pressestimmen

26.07.2018

Ganz leise hinauf in den Himmel

Bachs Himmelfahrtsoratorium im Zentrum eines Abends mit dem Windsbacher Knabenchor in der Lorenzkirche
"(...) Rein instrumental geht es in der Suite Nr. 2 h-moll (BWV 1067) zu, worin Gergely Bodoky an der Querflöte mit dem Streichseptett der Deutschen Kammervirtuosen Berlin den Hörer durch sieben verschiedene Tänze geleitet, darunter die bekannte „Badinerie“. Ein barockes Virtuosenstück ersten Ranges! (...) Die eigentliche Himmelfahrt, die Überwindung der Welt, gestalten Bach und die Windsbacher mit einem überraschend leisen, geradezu mystischen Raunen, das sich effektvoll zum Lobgesang steigert, um sodann wieder im Diminuendo zu verklingen. Erst Christian Rathgebers Tenor und Magdalene Harers lyrischer Sopran sorgen wieder für angemessene Erdung. Als Zugabe brachten die Windsbacher Josef Gabriel Rheinbergers „Abendlied“, was thematisch (Christus in Emmaus) wie musikalisch kongenial Bachs Himmelfahrtsmusik beschloss.
Reinhard Kalb, 26.7.2018, Nürnberger Zeitung
 
26.07.2018

Bach – federnd und leicht

Windsbacher Knabenchor sang in der Lorenzkirche
„(...) Das eigentliche Ereignis auf Bachwochen-Niveau waren Martin Lehmann und sein Chor. Die legten sich (etwa in der Motette BWV 226) nicht nur auf rhythmisch federnde Leichtigkeit ohne alle chorische Kraftmeierei fest, auf deutlich gemalte Details, sondern immer ist alles umkleidet vom Hauch des geistlichen Geheimnisses. Und das mit einem Pianissimo in dynamischen Regionen, die man vom Chor noch nie gehört zu haben glaubte. Da gelang mehrfach eine schwebende Spiritualität, glaubensinnige Leichtigkeit, fast fröhliche Ergriffenheit. Im Chor „Nun leuchtet alles unter dir“ (Himmelfahrts-Oratorium) war das eine eindringlich nachvollziehbare vokale Schau aus himmlischen Höhen herab auf all die barocke Wort und Bilderflut von „heißen Tränen“ und „blassen Wangen“ in irdischen Niederungen. (...)“ 
Uwe Mitsching, 26.7.2018, Nürnberger Nachrichten
24.07.2018

Himmelsklänge

Mit Bach auf Landpartie in Bad Wilsnack: Der Windsbacher Knabenchor und die Deutschen Kammer-Virtuosen bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten
"(...) Zuvor hat er der Motette „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“ einen streckenweise fast vergnügten Rhythmus gegeben. Das klingt dann gar nicht nach Beerdigungsmusik, als die es einst verfasst worden war, eher dominiert der Trost einer geradezu tanzbaren Himmelfahrt für alle. Selbst das barock gravitätische Seufzen wirkt hoffnungsvoll hin auf den „süßen Trost“ am Schluss. Die Kantate „Lobet Gott in seinen Reichen“ spielt schließlich die ganze Kraft des Chores aus. Magdalene Harer füllt mit der Arie „Jesu, deine Gnadenblicke“ die Kirche mit einer zwitschernden Fröhlichkeit, die das Donnergrollen geradezu zurückspielt in den Himmel. Der kraftvolle Schlusschoral „Wenn es soll doch geschehen“ weckt Assoziationen ans Weihnachtsoratorium.(...)"  
Elisabeth Binder, 24.7.2018, Tagesspiegel (Kultur)


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