Online-Hilfe beim Partitur-Studium

WINDSBACH (8. November 2017). In täglichen Chorproben lernen die Jungs im Windsbacher Knabenchor die Noten für die zahlreichen A-cappella-Chorwerke und großen Oratorien, die sie dann in Kirchenkonzerten und auf großen Bühnen zur Aufführung bringen. Im Internet gibt es eine Homepage mit einer tollen Lernhilfe für das eigene Partitur-Studium – natürlich nicht nur für Windsbacher.
Bald singen sie wieder Bachs Weihnachtsoratorium. Und dann steht sein „Himmelfahrtsoratorium“ auf dem Programm, später dann der „Messiah“ von Georg Friedrich Händel – kein Problem, sieht man doch die Großzahl der jungen Sänger in den Konzerten vielfach gänzlich ohne Noten singen. Doch ohne Fleiß kein Preis, wie das Sprichwort sagt: Zuvor ist das Partitur-Studium angesagt.
 
Wer sich jedoch auch „privat“ auf ein Werk vorbereiten will, der sollte mal auf der Homepage www.cyberbass.com vorbeischauen: Hier sind zahlreiche große Chorwerke von der „Missa solemnis“ von Ludwig van Beethoven über Bachs Passionen bis zu Händels Oratorien eingestellt. Die Nutzung ist kostenlos und erfordert keinerlei Registrierung.
 
Dort kann man die Chorstimmen entweder im Tutti hören oder als Einzelstimme etwas lauter vor den anderen Registern. Der Klang der Klavierstimme im Midi-File-Format ist natürlich etwas bescheiden, doch bietet diese Präsentation die Möglichkeit, die eigene Sopran-, Alt-, Tenor- oder Bass-Stimme nachzuverfolgen. Die Werke sind dabei auf die einzelnen Chorstücke aufgeteilt, so dass man beispielsweise den Eingangschor der fünften Kantate des Weihnachtsoratoriums direkt anwählen kann. Ein Inhaltsverzeichnis informiert über die großen Werke, ein weiteres über die eingestellten Bach-Kantaten, ein drittes über andere bekannte Chorstücke. Ebenfalls online sind Stimmbildungs-Übungen.
 
Ein Tool ermöglicht es dem Benutzer übrigens, das Tempo zu variieren. So kann man eine Stelle, die später recht flott gesungen werden soll, für Übe-Zwecke in der Geschwindigkeit drosseln und dann immer schneller abspielen, um schwierige Koloraturen oder Intervall-Sprünge besser in den Griff zu bekommen. Einziger akustischer Wermutstropfen: Je langsamer man die Taktfolge, die man übrigens bis auf drei Sekunden genau einstellen kann, abspielt, umso verzerrter klingt das Midi-File.