Bei Heiserkeit nicht flüstern

WINDSBACH (10. Dezember 2019). Für einen Sänger ist es der Super-Gau, der „größte anzunehmende Unfall“, wenn die Stimme versagt, er erkältet ist und daher nicht auftreten kann. Bei Solisten beginnt nun das hektische telefonieren mit Agenturen, um Ersatz zu beschaffen. Aber auch für Chöre kann eine Erkältungswelle zumindest zweitweise „existenzbedrohend“ sein.

Hat es einen Choristen dennoch mal erwischt, gilt für ihn das abgewandelte Sprichwort: Singen ist Silber, Schweigen ist Gold. Denn wer heiser ist, hält am besten einfach den Mund. Grund für Heiserkeit sind angeschwollene Stimmlippen, die nicht mehr so leicht schwingen und das Organ daher tiefer und rauer klingen lassen.
 
Jetzt ist Schonung angesagt. Und vor allem: nicht flüstern! Denn dabei werden die Stimmlippen unnatürlich angespannt und so übermäßig beansprucht. Räuspern belastet die Stimme ebenfalls, richtiges Husten ist in solchen Fällen besser. Und viel trinken: Wasser und vor allem warme Flüssigkeit, wobei gerade hier von alkoholischen Getränken – es ist ja Glühweinzeit – abgeraten sei: Dadurch werden die Stimmlippen noch weiter ausgetrocknet.
 
Um sich vor Erkältungen zu schützen, ist es auch unbedingt nötig, sich die Hände richtig zu waschen. Das erfordert jedoch ein sorgfältiges Vorgehen, denn häufig werden die Hände beispielsweise nicht ausreichend lange eingeseift und vor allem Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen vernachlässigt. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.
 
Wer sich regelmäßig gründlich die Hände wäscht, schützt sich und andere vor vielen Krankheitserregern, denn gründliches Händewaschen senkt die Anzahl der Keime an den Händen auf bis zu ein Tausendstel. Damit verringert sich das Risiko, dass Erreger beispielsweise mit dem Essen in den Mund oder über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen oder an Familienmitglieder, Freunde, Kollegen oder Mitsänger (!) weitergereicht werden.