Tag des Zorns Klänge der Hoffnung - Neueinspielung des Mozart-Requiems

Datum:
22.10.2009

Die von Kritik und Publikum umjubelte Interpretation des „Requiems“ von W. A. Mozart durch den Windsbacher Knabenchor und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Leitung von Karl-Friedrich Beringer ist jetzt als CD beim Plattenlabel Sony Classical erschienen und im Handel erhältlich.
Als Solisten wirkten mit: Ruth Ziesak (Sopran), Monica Groop (Alt), Thomas Cooley (Tenor) und Thomas Laske (Bass). Das Werk war in der letzen Konzertsaison der Windsbacher in Dresden, Berlin und Nürnberg zu hören, wo die Kritiker den „himmlisch gelösten, transparenten Mozart“ (Berliner Morgenpost) lobten und „virtuose Schauer des Jenseits“ (NZ) erlebten. In der laufenden Saison wird das Mozart-Requiem im März 2010 in Spanien noch mehrfach aufgeführt.

Dirigent Karl-Friedrich Beringer erklärte, den unzähligen Aufnahmen der berühmten Totenmesse noch eine weitere hinzuzufügen sei nur sinnvoll, wenn man eine eigene Klangdimension anbieten könne. Dies sei möglich und besonders reizvoll in der Interpretation eines Knabenchors. „Zum einen wurzelt die Tradition der Knabenchöre in den liturgischen Formen der Alten Musik, auf der Mozarts Requiem basiert“, erläuterte Beringer. „Zum anderen bietet ein Knabenchor aber vor allem eine besondere Klangästhetik durch die klaren, vibratoarmen Stimmen der jungen Sänger.“ Dadurch entstehe ein transparentes Klangbild, das im Pianissimo ebenso erhalten bleibe wie an den zahlreichen Forte-Stellen. In der Besetzung mit 80 Sängern gelinge es so, die extreme Dynamik von Mozarts Musik differenziert auszuleuchten, ohne an Textverständlichkeit zu verlieren.