„Wir rocken das gemeinsam!“

NÜRNBERG (14. Oktober 2019). Sowohl für Sänger wie auch Unterstützer des Chors war die diesjährige Patronatsbegegnung im Korn’s in Nürnberg ein besonderes Erlebnis:  Keinem Geringeren als Thomas Gottschalk wurde an diesem Abend die Schirmherrschaft des Patronats übertragen.

 
 
Mit den schlichten Worten „Du bist jetzt Schirmherr“ übergab Daniela Schadt ihr Ehrenamt an den Entertainer und legte ihm dabei nahe, wie sehr ihr die „Jungs“ in den sechs Jahren ans Herz gewachsen waren. Sie bewundere deren musikalische wie tagtägliche Leistung.  „Es war eine sehr schöne Zeit, in der mich jede Begegnung mit dem Chor motiviert und begeistert hat“, erzählte sie und findet, dass nun etwas Neues kommen müsse: „Die Windsbacher machen es vor: Sie haben ein unglaublich tolles Repertoire, probieren aber immer wieder etwas Neues aus.“  Eine Kostprobe davon bekamen die Gäste unter anderem mit dem Stück „Alleuja“, welches Bodypercussion einsetzt. Es stammt aus der Feder des 1986 geborenen amerikanischen Komponisten Jake Runestad.
 
Gottschalk war sichtlich von der Darbietung und der „großen Hingabe“ der Sänger beeindruckt und schätze es sehr, dass die nachwachsende Generation nicht nur in der digitalen Welt unterwegs sei, sondern Kinder in einem so frühen Alter an diese Form von klassischer Musik herangeführt würden. Ihm sei bewusst, dass mittlerweile auch in Deutschland die Kulturszene auf Sponsoring angewiesen ist. Ein Chor wie die Windsbacher brauche Menschen, die sich dafür begeistern und auch finanziell engagieren: „Deshalb möchte ich mich für den Chor einbringen und Förderer zum Spenden zu bewegen“, sagte er in seiner Ansprache an die Patronatsgeber.
 
Er ging gleich selbst mit gutem Beispiel voran und sicherte dem Patronat spontan eine Finanzspritze zu.
Mit der Weltgeläufigkeit des neuen Schirmherrn den Bekanntheitsgrad der Windsbacher in Deutschland zu steigern, erhofft sich Martin Lehmann: „Für uns ist das ein schönes Signal, schließlich haben wir nicht die Geschichte, die andere Chöre über Jahrhunderte gesammelt haben, und wir kommen eben nicht aus einer Großstadt, sondern aus der fränkischen Provinz.“
 
Schlagfertig und unterhaltsam wie eh und je begeisterte die Fernsehlegende alle Anwesenden. Dass die Chemie zwischen ihm und den Sängern stimmte, war sofort zu spüren: „Das Schloss Bellevue kann ich euch zwar nicht bieten, aber ich lasse mir etwas einfallen. Wir rocken das gemeinsam!“ gab er den Choristen mit auf den Weg.

(Text: J. Torbica, Foto: R. Ott)